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MIT PRODUKTEMPFEHLUNG

Vorsicht bei Lachsöl für Hunde: Was Hundebesitzer unbedingt wissen sollten

Von Dr. med. vet. Ilse Ertl
Praktizierende Tierärztin
18. März 2026 · 8 Min. Lesezeit

verifizierte Tierärztin

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KERNAUSSAGEN DIESES ARTIKELS

  • Lachsöl kann Schadstoffe wie PCBs, Dioxine und Schwermetalle in konzentrierter Form enthalten
  • Die tägliche Langzeitgabe bei Hunden kann zur Anreicherung führen
  • Algenöl liefert dieselben Omega-3-Fettsäuren (DHA & EPA) ohne Schadstoffbelastung aus dem Meer
  • Fische produzieren DHA und EPA nicht selbst, sie nehmen sie über Algen auf

Liebe Hundebesitzer,

in den letzten Wochen häufen sich in meiner Praxis Gespräche über Lachsöl und Fischöl für Hunde. Viele von euch geben diese Öle in bester Absicht – schließlich gelten Omega-3-Fettsäuren als wichtig für die Ernährung. Doch was die wenigsten wissen: Hinter dem vermeintlichen Wundermittel verbirgt sich eine Problematik, über die kaum jemand spricht.

Heute möchte ich euch aufklären – nicht um euch zu verunsichern, sondern um euch zu zeigen, dass es bessere Alternativen gibt.

Die unbequeme Wahrheit über Lachsöl und Fischöl

Problem 1: Schadstoffbelastung

Unsere Meere sind heute nicht mehr das, was sie einmal waren. Industrielle Verschmutzung über Jahrzehnte hinweg hat dazu geführt, dass sich in Fischen – besonders in fettreichen Arten wie Lachs – verschiedene Schadstoffe anreichern können:

Welche Schadstoffe finden sich im Lachs?

Schwermetalle: Quecksilber, Blei und Cadmium gelangen über industrielle Abwässer in die Meere und reichern sich über die Nahrungskette in Fischen an.

Dioxine und PCBs (polychlorierte Biphenyle): Diese fettlöslichen Umweltgifte sind biologisch kaum abbaubar und bis zu 700 °C stabil. Obwohl PCBs in Deutschland seit den 1980er Jahren verboten sind, finden sie sich aufgrund ihrer Langlebigkeit immer noch in Böden, Wasser und Luft – und damit auch in Fischen.¹ In fettreichen Fischen wie Lachs reichern sich diese Substanzen besonders stark an.

Polybromierte Diphenylether (PBDEs): Diese Flammschutzmittel wurden in amerikanischen Studien in Zuchtlachs in deutlich höheren Mengen als in Wildlachs gefunden. Grenzwerte gibt es dafür bisher nicht, obwohl Tierversuche auf nervenschädigende Wirkungen hinweisen.²

Warum reichert Lachs besonders viele Schadstoffe an?

Die Schadstoffbelastung wird durch mehrere Faktoren bestimmt:

1. Hoher Fettgehalt: Lachs ist ein fettreicher Fisch. Da viele Umweltgifte fettlöslich sind, sammeln sie sich bevorzugt im Fettgewebe an. Je fetter der Fisch, desto höher die potenzielle Schadstoffkonzentration.

2. Position in der Nahrungskette: Schadstoffe gelangen über Algen und kleinere Organismen in die Nahrungskette. Sie reichern sich auf jeder Stufe weiter an (Bioakkumulation). Lachs steht relativ weit oben in dieser Kette.

3. Belastetes Futter bei Zuchtlachs: In Fischfarmen erhalten Lachse meist Futter aus konzentrierten Produkten wie Fischmehl und -öl, in denen die schädlichen Substanzen bereits angereichert sind. Aufgrund des geringeren Fettgehalts ist Wildlachs in der Regel deutlich weniger belastet als Zuchtlachs.¹

WAS SAGEN DIE BEHÖRDEN?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kommt zu dem Schluss, dass gelegentliche Lachsmahlzeiten für Menschen kein gesundheitliches Risiko darstellen. Sie weist jedoch darauf hin, dass Personen, die häufiger Fettfisch wie Lachs und Hering aus der Ostsee verzehren (mehr als eine Portion pro Woche), mit höherer Wahrscheinlichkeit die tolerierbare Aufnahme von PCBs und Dioxinen überschreiten.¹ Sie empfiehlt Frauen mit Kinderwunsch, Schwangeren und Stillenden, auf Lachs und anderen fettreichen Fisch aus der Ostsee weitgehend zu verzichten.¹

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht die Aufnahme von Dioxinen über die Nahrung als langfristig nicht tolerierbar an.³

Was bedeutet das für Lachsöl bei Hunden?

Hier liegt das Problem: Bei der Herstellung von Lachsöl und Fischöl werden diese Schadstoffe konzentriert. Was im Fisch bereits in erhöhten Mengen vorhanden ist, findet sich im Öl in noch höherer Konzentration.

Während bei Menschen von „gelegentlichem Verzehr“ die Rede ist, geben viele Hundebesitzer Lachsöl täglich über einen langen Zeitraum. Bei regelmäßiger, langfristiger Gabe können sich diese Stoffe im Körper des Hundes anreichern.

Besonders kritisch: Für PCBs existieren keine Grenzwerte – obwohl ihre Konzentration die von Dioxinen oft um ein Vielfaches übersteigt.¹ Die bestehenden Grenzwerte berücksichtigen auch die Interessen der Fischereiwirtschaft: Bei strengeren Höchstwerten wäre ein großer Teil der Fangmenge nicht mehr verkäuflich.¹

Problem 2: Antibiotika-Rückstände

Lachs aus Aquakulturen wird häufig mit Antibiotika behandelt, weil die engen Haltungsbedingungen vermehrt zu Krankheiten führen. Diese Rückstände können sich dann im Öl wiederfinden.

Problem 3: Überfischung und Tierleid

Als Tierärztin liegt mir das Wohl aller Tiere am Herzen – nicht nur das unserer Haustiere. Die industrielle Fischerei für Fischöl trägt massiv zur Überfischung und zur Zerstörung mariner Ökosysteme bei. Für jeden Liter Lachsöl sterben unzählige Fische.

Die industrielle Lachszucht trägt massiv zu Umwelt- und Tierschutzproblemen bei. Insbesondere Aquakulturen in Norwegen, einem der größten Lachsproduzenten der Welt, haben stark mit Krankheiten, Parasitenbefall und hohen Sterblichkeitsraten zu kämpfen.

Lachsfarm in Bugøynes, Norwegen – Quelle: Wikimedia Commons – Lizenz: CC BY 2.0

„Aber mein Hund braucht doch Omega-3!“

Absolut richtig! Omega-3-Fettsäuren sind essentiell – besonders DHA und EPA. Die Frage ist nicht ob, sondern wie wir unsere Hunde mit diesen wichtigen Fettsäuren versorgen. Denn in den meisten Hundefuttersorten ist leider zu wenig dieser DHA und EPA Fettsäuren enthalten.

Die Lösung: Zurück zur Quelle

Hier kommt eine Information, die viele überrascht: Fische produzieren DHA und EPA nicht selbst. Sie nehmen diese Fettsäuren durch den Verzehr von Algen auf. Der Fisch ist also nur der Zwischenwirt – und ein potentiell belasteter dazu.

Warum also nicht direkt zur ursprünglichen, reinen Quelle gehen?

Schizochytrium sp. sind Meeres-Mikroalgen und sind dafür bekannt, dass sie große Mengen an den beiden wichtigen Fettsäuren EPA und DHA bilden.

Kriterium

Fischöl

Algenöl

DHA & EPA

Enthalten

Enthalten (Reinform)

Schwermetalle

Möglich (Hg, Pb, Cd)

Unwahrscheinlich

PCBs & Dioxine

Erhöhtes Risiko

Kontrollierter Anbau

Antibiotika

Bei Zuchtlachs möglich

Keine Tierzucht

Mikroplastik

Aus dem Meer möglich

Geschlossene Systeme

Nachhaltigkeit

Überfischung

Kein Tierleid

Verträglichkeit

Fischprotein enthalten

Kein tierisches Protein

Meine Empfehlung: Der Omega-3 Vegankomplex von Vetura

Nach intensiver Recherche habe ich zusammen mit Vetura den Omega-3 Vegankomplex als nachhaltige und sichere Alternative zu Lachs- und Fischöl entwickelt.

Was macht dieses Produkt besonders?

1. Algenöl statt Fischöl

Das enthaltene Algenöl (aus der Mikroalge Schizochytrium sp.) liefert DHA und EPA in Reinform – ohne den Umweg über den Fisch. Die Algen werden in geschlossenen, kontrollierten Systemen gezüchtet. Das bedeutet:

  • Keine Schadstoffe aus dem Meer
  • Kein Mikroplastik aus dem Meer
  • Keine Antibiotika-Rückstände aus der Fischzucht
  • Keine Überfischung und kein Tierleid
  • Gleichbleibend hohe Qualität

2. Die innovative PureComplex™-Formulierung

Was mir als Tierärztin besonders wichtig war, ist die synergistische Kombination aus sieben hochwertigen pflanzlichen Ölen:

  • Leinöl: Reich an ALA (Alpha-Linolensäure)
  • Hanföl: Optimales Omega-3-zu-Omega-6-Verhältnis (1:3)
  • Algenöl: Direkte DHA- und EPA-Quelle
  • Mariendistelöl: Enthält Silymarin
  • Traubenkernöl: Reich an OPC
  • Nachtkerzenöl: Enthält GLA (Gamma-Linolensäure)
  • Schwarzkümmelöl: Traditionell geschätzt in der Naturheilkunde

Diese Kombination versorgt den Hund mit einem kompletten, optimal abgestimmten Fettsäureprofil.

3. Für Allergiker geeignet

Da das Produkt keine tierischen Proteine enthält, ist es auch für Hunde mit Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten auf Fisch geeignet. Keine Füllstoffe, nur reine Öle.

4. Perfekt auch für BARF und selbst gekochtes Futter

Das ausgewogene Verhältnis macht weitere Ölzugaben überflüssig. Eine Flasche – alles drin.

WISSENSCHAFTLICHE EVIDENZ

Mehler et al. 2016
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 74 Hunden zu EPA und DHA bei Osteoarthritis

Carlisle et al. 2024
Effekte von Omega-3-Supplementierung auf den Omega-3-Index, Lebensqualität und Schmerz-Scores bei Hunden

Magalhães et al. 2021
Systematischer Review zum therapeutischen Effekt von EPA/DHA bei neoplastischen und nicht neoplastischen Erkrankungen

Combarros et al. 2020
Randomisierte, doppelblinde Studie zu Omega-3-Fettsäuren und Fellqualität bei Hunden

Ein Erfahrungsbericht aus meiner Praxis

Vor kurzem war Frau W. mit ihrem Hund Balu bei mir in der Praxis. Balu hatte struppiges, stumpfes Fell und offene Stellen am Karpalgelenk, die entzündet, dick und rot waren. Auch mit den Ohren hatte er Probleme.

Nach einer Futterumstellung und Behandlung der bakteriellen Ohrenentzündung habe ich zusätzlich den Omega-3 Vegankomplex empfohlen.

Nach zwei Wochen berichtete Frau W.:

„Vorher war der Balu ganz struppig, hatte ganz stumpfes Fell. Und seit wir zweimal täglich das Öl geben, ist es deutlich besser. Er ist sehr weich. Er hat ganz, ganz flauschiges Fell und es hat sich deutlich verbessert. Auch der Juckreiz, den er vorher hatte, hat deutlich abgenommen und seine Pfoten schleckt er eigentlich gar nicht mehr.“

Die entzündeten Stellen am Ellbogen und die offenen Fellstellen waren nicht mehr entzündet und zur Ruhe gekommen. Frau W. fügte hinzu: Es ist nur ein Öl, das man zum täglichen Fressen dazugibt. Und so einen positiven Effekt kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.“

Natürlich war dies eine Kombination aus mehreren Maßnahmen – aber die Zugabe des hochwertigen Omega-3-Komplexes hat sichtbar zur Verbesserung beigetragen.

DOSIERUNGSEMPFEHLUNG

1 ml Öl je 2 kg Körpergewicht einfach über das Futter geben

5 kg Hund

2,5 ml täglich

10 kg Hund

5 ml täglich

20 kg Hund

10 ml täglich

30 kg Hund

15 ml täglich

Auf jeder Flasche befindet sich ein praktischer Messbecher. Das Öl wird einfach über das normale Futter gegeben und wird von den meisten Hunden sehr gerne gefressen. Nach dem Öffnen bitte im Kühlschrank lagern.

Mein Rat als Tierärztin

Wenn du deinem Hund aktuell Lachsöl oder Fischöl gibst oder eine Supplementierung starten möchtest, überdenke diese Entscheidung. Die Risiken durch potenzielle Schadstoffbelastungen sind real, auch wenn nicht oft darüber gesprochen wird.

Mit dem Omega-3 Vegankomplex von Vetura hast du eine wissenschaftlich fundierte, nachhaltige und vor allem sichere Alternative, die:

  • Frei von Schadstoffen ist
  • Das marine Ökosystem schont
  • Alle wichtigen Omega-3-Fettsäuren liefert
  • Auch für Allergiker geeignet ist
  • In Deutschland nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt wird

Die Gesundheit unserer Hunde liegt mir am Herzen. Deshalb spreche ich offen über Probleme, die in der Branche gerne verschwiegen werden. Lachsöl ist meiner Meinung nach nicht die Lösung, für die sie gehalten wird.

Hast du Fragen? Dann schreib mir gerne eine E-Mail an info@vetura.de oder sprich mich in der Praxis an.

Alles Gute für dich und deinen Vierbeiner!
Dr. med. vet. Ilse Ertl
Tierarztpraxis Mauern bei Moosburg

PRODUKTEMPFEHLUNG

Omega-3 Vegankomplex von Vetura

Algenöl (Schizochytrium sp.)

PureComplex™ Formulierung

Made in Germany

Für Allergiker geeignet

Von mir mitentwickelte Alternative zu Fischöl mit DHA und EPA aus Mikroalgen in Reinform, ohne Schadstoffe aus dem Meer. Sieben synergistisch kombinierte pflanzliche Öle für ein komplettes Fettsäureprofil.

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